Am Beginn einer Geschäftsidee oder eines neuen Produkts, ist man euphorisch. Die Entwicklung von neuen Ideen basiert auf viel Arbeit und vielen Gedanken. Mit dieser Begeisterung kann der eigentliche Fokus jedoch aus dem Blick geraten, der Mehrwert für den Endkunden. Denn letztlich entscheidet der Endkunde, ob er Geld für das Produkt ausgeben möchte. Darum sollte das Produkt für den Kunden eine Problemlösung beinhalten.

Folgende Fragen müssen deshalb bei der Produktentwicklung zuerst beantwortet werden: Wer ist mein Endkunde? Welche Aufgaben muss er erledigen? Welche Emotionen spielen dabei eine Rolle?

Die subjektive Lebenswelt der Mitarbeitenden und Führungskräfte des Unternehmens ist nicht immer mit der Lebenswelt des Endkunden vergleichbar. Es ist schwer, ein gutes Produkt zu entwickeln, wenn man die Nutzer nicht persönlich kennt und sich nicht intensiv mit den Bedingungen der Produktanwendung beschäftigt hat.

Häufig werden Produkte entwickelt, die sehr gut zur vorhandenen Produktpalette passen und darum eher eine Weiterentwicklung bereits bestehender Produkte darstellen. Neue Produkte sollen sich innerhalb kurzer Zeit positiv auf die Bilanz auswirken, was zu einem frühen Zeitpunkt noch gar nicht absehbar ist. Die Frage nach dem Mehrwert für den Endkunden wird erst an zweiter Stelle gestellt.

Frühe Anwender

Frühe Anwender, auch early adopters genannt, sind Menschen, die die neusten Trends früh aufgreifen. Teilweise entwickeln sie auch eigene Angebote und Produkte, die ihre Probleme lösen, da sie Passendes auf dem Markt nicht finden. Frühe Anwender sind nicht die breite Mehrheit, sondern Spezialisten, die sich in ihrem Schwerpunktbereich sehr gut auskennen. Diese Schwerpunktbereiche können Hobbys sein oder auch das tägliche Pendeln mit dem Nahverkehr zur Arbeit. Sich mit frühen Anwendern als Zielgruppe zu beschäftigen und sie in den Innovationsprozess einzubinden, ist für die Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen wichtig. Frühe Anwender wissen, welche Produkte zukünftig von Bedeutung sein werden.

Kundenfeedback

Es braucht eine gute Einbindung von Kundenwünschen, um passgenaue Produkte zu entwickeln. Regelmäßiges Kundenfeedback einzuholen, ist wertvoll. Der Kunde sollte Feedback unkompliziert geben können und das Gefühl erhalten, dass das Feedback auch ernst genommen wird.

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